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Taiwancast 56: Warum Roderich Kiesewetter Taiwans Existenzrecht verteidigt

Roderich Kiesewetter steht mit verschränkten Armen vor dem Taiwancast-Logo

Nach China fährt er nicht mehr – aber in Taiwan war Roderich Kiesewetter gerade zum dritten Mal. Der CDU-Abgeordnete, Ukraine-Fürsprecher und Bundeswehr-Oberst a.D. erzählt, warum Deutschland sich für Taiwans Existenzrecht einsetzen sollte. Ebenso wie im Fall der Ukraine sei es im deutschen Interesse, Taiwan gegen autoritäre Bedrohung zu unterstützen.

Der Außenpolitiker sagt über Pekings Auftreten in der Welt: “Kooperation mit China ist ausschließlich zum Vorteil Chinas und nicht des Landes, das die Kooperation eingeht.” Er kritisiert mangelnde Weitsicht bei großen deutschen Unternehmen und Teilen der Bundesregierung. Deutschland müsse seine Chinastrategie mit De-Risking konsequent umsetzen, statt sich anzubiedern wie Firmen, die falsche strategische Entscheidungen getroffen haben.

Mit Blick auf die moderne Kriegsführung sagt der Militär- und Geheimdienst-Kenner: “Russland und China wollen durch Informationsverfälschung und Staatsterrorismus das Gefechtsfeld so formen, dass ein Militäreinsatz gar nicht mehr oder in geringerem Maße nötig ist.” Moderne Kriegsführung beginne mit Desinformation und Druck auf Andersdenkende. Es folge Gewalt gegen zivile Einrichtungen, die man nicht ohne Weiteres dem Verursacher zuordnen könne. 

Das alles sei in Deutschland zu beobachten, und Taiwan stehe vor vergleichbaren Herausforderungen. China wolle siegen, ohne zu kämpfen. Er nennt Beispiele für transnationale Repression, also etwa Einschüchterung, durch China auf deutschem Boden.

Abschließend erklärt Kiesewetter, welche Alarmzeichen auf eine Eskalation des Konflikts hindeuten könnten und wie Chinas Vorgehen sich vom russischen unterscheidet.

Als Bonus gibt es die Rede des deutschen Vertreters Karsten Tietz zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Taipeh, in der er deutliche Worte für China fand und ebenfalls Parallelen zwischen Taiwan und der Ukraine zog.

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Kapitel

  • 00:00 Wer ist Roderich Kiesewetter?
  • 04:25 Warum Kiesewetter nach Taiwan statt China reist
  • 07:48 Wir sollten uns für Taiwan interessieren wie für die Ukraine 
  • 12:50 Staatsterrorismus und Desinformation
  • 19:47 Moskaus und Pekings Erfüllungsgehilfen, Taiwans Innenpolitik
  • 22:06 Fehler der deutschen Politik und von Unternehmen
  • 26:01 Probleme im Diskurs, Argumente vs. Zweifel
  • 30:18 Anzeichen für eine mögliche Eskalation
  • 38:20 Rede Karsten Tietz zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Taipeh

Shownotes<blockquote class=“twitter-tweet“><p lang=“de“ dir=“ltr“>In Taiwan war die permanente Bedrohung durch die VR China zu spüren: militärisch, mit greyzone-Aktivitäten, lawfare und durch kognitive Kriegsführung. Taiwan versucht seine militärischen Fähigkeiten aufzubauen, Resilienz zu stärken, durch Bildung und Härtung ziviler Infrastrukturen wie Lieferkettendiversifizierung und den Ausbau internationaler Partnerschaften mit like-minded Partnern insbesondere bei Halbleitern und im Bereich KI auszuweiten. Wir können viel von diesem Staat lernen, wenn es um die Widerstandskraft und die Bedeutung von Freiheit und Selbstbestimmung geht</p>&mdash; Roderich Kiesewetter???????????????????????????????? (@RKiesewetter) <a href=“https://x.com/RKiesewetter/status/2101699730157850896?ref_src=twsrc%5Etfw“>September 20, 2026</a></blockquote> <script async src=“https://platform.x.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>

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Klaus Bardenhagen

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