Es herrschten Kriegsrecht und Tanzverbot, aber in illegalen Discos war die Hölle los. Keine MRT, kein Taipei 101, aber überall Trubel bis in die Nacht – so erinnert sich Uwe Hockenjos an Taipeh, wie er es 1986 als Student erlebte.
Der junge Deutsche lernte Chinesisch an der Shida (mit antiquierten Methoden) und suchte sich Kampfsport-Lehrer für Shaolin-Kung-Fu. Er erlebte, wie “MTV”s für private Video-Vorführungen aufmachten – zunächst mit Zelten statt Kabinen. Und er erfuhr, mit welchen Fragen er taiwanische Studenten verblüffen konnte.
Mit Klaus spricht Uwe über seine Erfahrungen in Taiwan vor 40 Jahren und dann noch einmal rund um die Jahrtausendwende, als er in Taipeh – nun im Berufsleben – das 921-Erdbeben, die Y2K-Panik und einen wichtigen Regierungswechsel erlebte. Und er verrät, was ihn am heutigen Verhalten der Taiwaner am meisten überrascht hat.
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Kapitel
- 00:06 Mit Uwe Hockenjos im Daan-Park
- 09:34 Reaktionen auf Ausländer 1986
- 13:29 Verkehr und Regeln
- 21.42 Neue Lebensqualität
- 23:48 Filme und mehr im MTV

- 27:28 Chinesisch lernen damals
- 32:08 Kampfsport
- 38:57 Rückkehr 1998 und 921-Erdbeben
- 45:12 Chinesischunterricht online heute
- 49:31 Uwes Krimi “Der Smart Contract Killer”
Shownotes
- Uwe Hockenjos bei LinkedIn
- Artikel (chin.) über die illegalen Discos der 1980er
- Buch “Der Smart Contract Killer” von Uwe (als Walther Steel) bei Amazon.de
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6 Antworten
Viele Erinnerungen kamen hoch. Ich habe 1980/81 an der Fu Jen University Chinesisch gelernt, hatte eine tolle Zeit und bin mit meiner damaligen Zimmergenossin immer noch eng verbunden. Groß war das Staunen über die Gegebenheiten auf dem Festland, das ich 1984 mit dem Rucksack bereiste. Falls für den Podcast noch Interesse besteht, ein wenig weiter rückwärts zu schauen – ich erzähle gerne.
Toll, dass die Verbindungen bis heute halten! Gerne würde ich mehr erfahren.
Danke für diesen interessanten Podcast. Ich war selbst Ende der 80er und dann wieder Mitte der 90er Jahre in Taiwan. Obwohl das Land damals noch als „Hardship Country“ galt, war es schon damals alles andere als ein hardship. Das Land ist wunderschön, die chinesische Kultur lebt dort – viel mehr als im Mainland – und die Menschen sind ausgesprochen freundlich. Ich habe auch in anderen asiatischen Ländern gelebt und teile die Ansicht, dass Taiwan das liberalste ist.
Danke fürs Feedback! Waren denn vom Ende der 80er bis Mitte der 90er auch schon Veränderungen festzustellen?
Wow, ich hatte nicht gewusst, dass es in Taiwan so zugegangen ist. Kriegsrecht – versteckte Discos (so ähnlich wie die speak easies in NYC stelle ich mir vor) – und Kinder, die die Straßenseite wechseln, um die „lange Nase“ zu vermeiden!
Es ist gar nicht so lange her aber da hat sich so viel verändert. Das war eine ganz tolle systematische virtuelle „Führung“ durch das Taiwan von damals. Ich hatte auch von Freunden gehört, wie wunderschön die Landschaft dort sei, aber alle reden nur über die Chip-Herstellung. Das Land ist wohl doch eine Reise wert.
Vielen Dank für das Lob, und ja – Taiwan selbst zu bereisen, lohnt sich auf jeden Fall!